Berufsorientierung-BORS

BORS  –  Berufsorientierung an Realschulen

Welchen Beruf wil ich später ausüben?

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Diese Frage stellt sich für jeden Menschen in der Phase des Erwachsenwerdens. Manche haben sogar konkrete Vorstellungen: später werde ich auf jeden Fall Schreiner oder Erzieherin; oder: keinesfalls möchte ich diesen oder jenen Beruf ausüben. Vorbilder, persönliche Fähigkeiten und Neigungen spielen hierbei eine große Rolle.

Nicht immer ist die Berufswahl so einfach. In der Bundesrepublik gibt es allein über 230 gesetzlich verankerte Ausbildungsberufe im dualen System, fast genau so viele Berufe, die in Vollzeitschulen erlernt werden können, akademische Qualifizierungen. Die Auswahl ist schwierig!

Wir wissen heute: viele Menschen haben im Laufe ihres Berufslebens eine Reihe unterschiedlicher Berufe auszuüben um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Flexibilität, Mobilität und Kreativität werden immer wichtiger. Die Suche nach dem absoluten Traumberuf lässt sich deshalb nicht immer so einfach erfolgreich bewältigen. Es ist deshalb wichtig, Strategien zu entwickeln, die unseren Schülern helfen in der Berufswelt zufrieden, kompetent, ja: glücklich zu sein.

Das Handwerkzeug hierzu wollen wir mit verschiedenartigen Zugängen in die Welt der Berufe vermitteln:

Zwei Praktika in den Klassenstufen 8 und 9 geben den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Berufswelt und in verschiedene Wirtschaftszweige. Lehrer bereiten die Praktika mit vor, betreuen die Praktikanten während des Praktikums und helfen nach dem Praktikum evtl. notwendige Konsequenzen zu ziehen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten neben den üblichen Informationen über berufliche Bildungswege, Veränderungen in der Berufswelt eine konsequente Förderung und Betreuung beim Abfassen von Bewerbungsschreiben, bei der Vorbereitung auf Einstellungstests und Vorstellungsgesprächen.

Betriebsbesuche, Info-Abende über Berufe, Informationen über weiterführende Schulen und die Aktivitäten der Berufsberatung runden unser Angebot ab.

Wenn die Jugendlichen dann noch Interesse und Unterstützung der Eltern erfahren, dürfen wir gemeinsam feststellen:
Wir lassen die Kinder auf dem Weg ins Berufsleben nicht allein!

Der Weg ins Berufsleben – Wir begleiten die Schüler

Kommt Ihr Kind in die achte Klasse, dann beginnt im Fächerverbund EWG und in der BORS-Unterrichtseinheit die schrittweise Hinführung zur Berufswahlreife. Diese Informationen der Realschule werden durch Beratungsgespräche der Agentur für Arbeit TUT an der Schule ergänzt.

Einen weiteren Baustein im Prozess der Berufsfindung legen wir mit dem Verfahren der „Kompetenzanalyse“ in Klasse 8. Hier werden alle für die Berufsorientierung erforderlichen überfachlichen, berufsrelevanten Kompetenzen abgedeckt. In einem persönlichen Portfolio, sowie einem Rückmeldegespräch, erhält der Schüler ein Feedback über eigene Kompetenzen und Stärken.

In der zweiten Hälfte der 8. Klasse absolviert jeder Realschüler ein erstes, einwöchiges Praktikum an einem Platz seiner Wahl. An einem anderen Platz findet in Klasse 9 das zweite Praktikum statt. Beide Praktikums-plätze können dann miteinander verglichen werden. Beide Praktika dienen dazu, dass der Schüler die Arbeitswelt vor Ort kennen lernt. Auch können durch persönliche Begegnungen Kontakte geknüpft werden, die eventuell bei einer späteren Bewerbung von Bedeutung sind. Die richtige Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen und deren fehlerfreie und sorgfältige Bearbeitung werden geübt.
Etwa die Hälfte der Zehntklässler besucht nach dem Realschulabschluss ein Berufliches Gymnasium. Die Lehrpläne der beiden Schularten sind so aufeinander abgestimmt, dass bei Wechsel von Klasse 10 der Realschule in Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums in der Regel keine Übergangsprobleme entstehen. Wählt ein Schüler in der Realschulklasse 6 Französisch als zweite Fremdsprache, dann kann er später am Beruflichen Gymnasium die allgemeine Hochschulreife ablegen, die dem Abitur des Normalgymnasiums (G8) entspricht. Wählt er während der Realschulzeit nicht Französisch, dann muss diese Fremdsprache in den Klassen 11 bis 13 nachgeholt werden. Man kann sich hier zwischen Spanisch und Französisch entscheiden.

Wählt jemand nach dem Realschulabschluss das zweijährige Berufskolleg, dann berechtigt der Abschluss dieser Schule, die Fachhochschulreife, zum Studium an einer Fachhochschule innerhalb unseres Bundeslandes.

Etwa 20-30 Prozent der Absolventen unserer Schule wechseln unmittelbar in einen Lehrberuf. Sie erhalten an der Realschule die erforderlichen theoretischen und auch praktischen Voraussetzungen, die am Arbeitsplatz selbst und in der Berufsschule erforderlich sind.

Schon seit vielen Jahren spielt die Berufsorientierung an der Realschule Mühlheim eine herausragende Rolle. Der Übergang von der Schule in den Beruf oder an weiterführende Schulen ist von zentraler Bedeutung. Eine breite Orientierung, die nicht unter Zeitdruck steht, führt am Ende zur Berufswahlreife.

Wir beginnen mit der Berufsorientierung bereits in Klasse 8. Die Praktikanten sind dann in der Regel 14 bzw. 15 Jahre alt.
Die einwöchigen Praktika finden jeweils in Klasse 8 und in Klasse 9 statt, jeweils an einem anderen Platz. Dadurch ergeben sich wertvolle Vergleichsmöglichkeiten. Wir haben nämlich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass der Prozess der Berufswahl aufgrund der breit gefächerten Möglichkeiten, der sich verändernden Bedingungen, der Anforderungen von Industrie und Verwaltung komplexer und schwieriger geworden ist. Persönliche Erfahrungen, vielfältige Informationen und Überlegungen in Elternhaus und Schule sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufswahl.

Berufswahl-Siegel

Die Realschule Mühlheim wurde im Juni 2008 als eine von 13 Schulen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mit dem Berufswahl-Siegel der Landesstiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Der Realschule Mühlheim wurde im Juli 2011 bereits zum 2. Mal das Berufswahl-Siegel der Landesstiftung Baden-Württemberg durch die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg verliehen.

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